Satzung

§1 – Verein

§1.1 – Name

Der Verein führt den Namen „Geschichtswerkstatt Flughafen Lübeck“.
Das Namenskürzel für den Verein lautet „GFL“ oder „GFLeV“ und kann nach Erklärung auch im Schriftverkehr genutzt werden.

§1.2 – Zweck

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung insbesondere zur Förderung der

  • Heimatkunde, um die Geschichte der Lübecker Luftfahrt zu dokumentieren;
  • Kunst und Kultur, um der Öffentlichkeit die Dokumentation in Ausstellungen und Veranstaltungen zugänglich zu machen;
  • Volksbildung, um die Dokumentation auf Grund der ggf. gegebenen fachlichen, organisatorisch gewollten, physikalischen, politischen, technischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und zeitlichen Aspekte und Zusammenhänge begreifbar und verständlich zu machen.

§1.3 – Ursprung

Der Verein basiert auf dem „Pro Airport Lübeck e. V.“, der nach Umbenennung und mit einer geänderten Satzung seine Aufgaben entsprechend der neuen Satzung fortführt.

§1.4 – Sitz

Der Sitz des Vereins ist die Hansestadt Lübeck.

§1.5 – Register

Der Verein soll im Vereinsregister des Amtsgerichtes Lübeck geführt werden und nach erfolgreicher Eintragung erhält der Vereinsname den Zusatz “e. V.”.

§1.6 – Gemeinnützigkeit

Der Verein strebt die vom Finanzamt anerkannte Gemeinnützigkeit an. Der finanzielle Vorstand ist befugt, selbständig tätig zu werden, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten und zu sichern.

§2 – Zweck

§2.1 – Dokumentation

Der Verein strebt die möglichst vollständige Dokumentation der Geschichte der Luftfahrt in Lübeck an. Exemplarisch wird hierbei auf folgende Medien bzw. Informationsquellen zurückgegriffen: Audiospuren, Ausstattungen, Bilder, Biografien, Bücher, Dias, Dokumente, Filme, Fotos, Internetseiten, Interviews, Materialien, Persönlichkeitsberichte, Presseberichte, Technik, Tonspuren und Zeitzeugenberichte. Ferner ist der Verein berechtigt, Nachlässe oder Teile davon zu erwerben, soweit sie in Bezug zur Luftfahrt in Lübeck stehen. Die so erhaltenen Informationen bzw. Quellen werden gesichert, aufbewahrt, so weit möglich digitalisiert, geordnet und verschlagwortet (z. B. zeitlicher bzw. thematischer Bezug). Ziel ist der Aufbau einer möglichst umfangreichen Datenbank zur Geschichte der Luftfahrt in Lübeck.

Der Verein versteht sich als zentraler Ansprechpartner für alle natürlichen und juristischen Personen, Behörden und sonstigen Institutionen, die Interesse an der Lübecker Luftfahrt zeigen.

§2.2 – Öffentlichkeitsarbeit

Die durch den Verein gesicherten und aufbereiteten Quellen können der interessierten Öffentlichkeit auf Wunsch zugänglich gemacht werden, so dass diese Nutznießer der Vereinsarbeit werden.

Der Verein kann seine Vereinsarbeit im Internet auf einer Homepage und im öffentlichen Raum durch Ausstellungen und Bildungsangebote sowie durch Veranstaltungen und Pressearbeit darzustellen, sofern keine rechtlichen und persönlichen Hindernisse dagegensprechen. Ferner wird angestrebt eine Räumlichkeit zu erwerben, um dort die Dokumentation dauerhaft der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können.

Um einzelne Dokumentationen in einen Kontext mit der Entwicklung der Luftfahrt (national und international) stellen zu können, wird der Verein auch grundlegende Aufklärungsarbeit zum Thema Luftfahrt und deren Auswirkungen auf wirtschaftliche, ökologische und technische Aspekte in unserer Gesellschaft leisten.

Eine parteipolitische Arbeit ist kein Zweck des Vereines, wobei sich auf Grund der Geschichte politische Aussagen nicht immer vermeiden lassen werden. Trotz alledem steht dennoch der dokumentarische und öffentliche Zweck des Vereins im Vordergrund.

§2.3 – Bindung

Der Verein ist weder konfessionell noch parteipolitisch gebunden und verhält sich in dieser Hinsicht neutral. Als Ausnahmen gelten Stellungnahmen, die den Verein selbst betreffen und als Entkräftung von Fehlinformationen dienen.

Mitglieder, die zusätzlich in konfessionell und politisch tätigen Gruppierungen tätig sind, vertreten in diesen nicht die Meinung des Vereins – dieses obliegt dem Vorstand. Ebenso wird die Meinung dieser Gruppierungen nicht Gegenstand der Vereinsarbeit.

§3 – Mittelverwendung

§3.1 – Zweckbindung

Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Im dieses zu sicherzustellen dürfen die Mittel des Vereins nur für die satzungsmäßigen Zwecke und dessen Durchführung (Verwaltungszwecke) verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Ferner darf keine Person oder Institution durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§3.2 – Bewertung

Um den Wert eines zu erwerbenden Gutes festzustellen, ist vor dessen Kauf ein Gutachten anzufertigen, eine sachverständige Person oder eine Ombudsperson zu Rate zu ziehen, sofern dem Vorstand nicht glaubhaft dargelegt werden kann, dass der dafür aufzubringende Kaufpreis rechtmäßig ist oder dieser den aufzubringenden Kaufpreis als gerechtfertigt ansieht.

§3.3 – Auflösung, Aufhebung und Wegfall steuerbegünstigter Zwecke

Bei Auflösung oder Aufhebung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke des Vereins fällt das Vereinsvermögen in allen Teilen an eine auf der Auflösungsversammlung zu bestimmende gemeinnützige Organisation mit der Auflage dieses Vermögen unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke, die ggf. durch die Auflösungsversammlung exakt bestimmt werden können, zu verwenden. Findet keine Einigung statt, so fällt das gesamte Vereinsvermögen an die „Kulturstiftung Hansestadt Lübeck“, mit der Maßgabe die Vereinszwecke fortzuführen.

§3.4 – Gewinnabsicht

Der Verein ist selbstlost tätig und hat keine Gewinnerzielungsabsicht. Sollten Gewinne erwirtschaftet werden, so dienen diese dem Ausgleich etwaiger Verluste in Folgejahren oder werden zweckgebunden für Investitionen verwendet, deren Realisierung die verfügbaren Etatmittel des Vereins übersteigen.

§4 – Mitgliedschaft

§4.1 – Reguläre Mitglieder

Alle natürlichen und juristischen Personen können Mitglied des Vereins werden.

§4.2 – Fördermitglieder

Neben der regulären Mitgliedschaft ist eine Fördermitgliedschaft möglich. Diese beinhaltet das Informationsrecht, jedoch kein Stimmrecht, wodurch eine Mitwirkung an Vereinsentscheidungen nicht möglich ist.

§4.3 – Ehrenmitglieder

Die Ernennung von Personen, die sich bei der Unterstützung des Vereins oder bei der Unterstützung des ursprünglichen Vereins besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ist zulässig. Die Ernennung erfolgt durch die Mitgliederversammlung mit einer 2/3-Mehrheit. Die Ehrenmitglieder erhalten hierzu eine Urkunde vom Vorstand überreicht.

§4.4 – Beitrag

Die Höhe des jeweiligen Beitrages regelt die Beitragsordnung auf Grund des Mitgliedschaftstyps.

§4.5 – Aufnahmeentscheidung

Über die Aufnahme, die schriftlich und ggf. von einem Erziehungsberechtigten unterschrieben sein muss, entscheidet der Vorstand mit einer einfachen Mehrheit.

Der Vorstand ist berechtigt, Aufnahmeanträge abzulehnen, wenn absehbar ist, dass die Eintrittswilligen ausschließlich im Eigeninteresse handeln bzw. der Satzung zuwiderlaufende Interessen oder politisch-extremistische Ziele verfolgen. Gegen die Entscheidung des Vorstandes kann durch die beantragende Person binnen acht Kalendertagen ab Zugang der negativen Entscheidung Beschwerde eingelegt werden. Über die Aufnahme entscheidet dann endgültig die Mitgliederversammlung mit einer 2/3-Mehrheit.

Die Aufnahme gilt als vollzogen, wenn der antragstellenden Person die Aufnahme schriftlich bestätigt wurde.

§4.6 – Mitgliedschaftsende

Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss.

Der Austritt ist dem Vorstand schriftlich (per Brief, Fax oder eMail) zu erklären; er wird mit dem Ablauf des in der Beitragsordnung genannten Beitragszeitraums oder mit dem vom Mitglied gewünschten Kündigungsdatum wirksam.

Der Vorstand kann bei ungebührlichem Verhalten, Verstoß gegen die Satzung und dem Verstoß gegen ethische und rechtliche Grundprinzipien den sofortigen Ausschluss eines Mitgliedes beschließen. Dies gilt auch für den Fall, dass Mitgliedsbeiträge in Höhe von mindestens einem Jahresbeitrag rückständig sind und das säumige Mitglied trotz Zahlungserinnerung der Zahlungsverpflichtung nicht nachgekommen ist. Gegen den Ausschluss kann das betroffene Mitglied binnen acht Kalendertagen nach Zugang des Ausschlussbescheides Beschwerde einlegen. In diesem Fall entscheidet die Mitgliederversammlung endgültig über den Ausschluss nach Bekanntgabe der Gründe mit einer 2/3 Mehrheit.

Finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem Verein, soweit sie während der Mitgliedschaft entstanden sind, müssen erfüllt werden. Es besteht kein Anspruch auf Rückzahlung von Mitgliedsbeiträgen oder auf Teile des Vereinsvermögens.

§5 – Organe des Vereins

§5.1 – Mitgliederversammlung

§5.1.1 – Teilnehmende und Stellung innerhalb des Vereins

Die Mitgliederversammlung umfasst alle Mitglieder des Vereins einschließlich des Vorstandes. Sie ist das oberste Organ des Vereins und ihre Entscheidungen sind verbindlich für den gesamten Verein mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder, sofern keine andere Mehrheit erforderlich ist.

§5.1.2 – Tagungen

Die Mitgliederversammlung tritt pro Kalenderjahr mindestens einmal zusammen. Sie ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder, die zum Zeitpunkt der Einladung ordnungsgemäßes, zahlendes Mitglied waren, ordnungsgemäß geladen sind. Eine ordnungsgemäße Ladung liegt vor, wenn 14 Kalendertage vor der Versammlung schriftlich (per Brief, Fax oder eMail) eingeladen wurde.

§5.1.3 – Stimmrecht

Alle Mitglieder, die den fälligen Mitgliedsbeitrag bis zum Tage der Mitgliederversammlung vollständig bezahlt haben und keine Fördermitglieder sind, sind stimmberechtigt. Weitere Einschränken der Beitragsordnung finden hier ebenfalls Geltung.

§5.1.4 – Aufgaben

Die Mitgliederversammlung

  • wählt den Vorstand für die Dauer von vier Jahren;
  • bestimmt die Zusammensetzung (Anzahl und Funktion) des Vorstands per Satzungsänderung;
  • setzt den Beitrag sowie die verschiedenen Beitragsgruppen in der Beitragsordnung fest, wobei dem Vereinsvorstand hier ein Vetorecht zusteht;
  • genehmigt den jährlichen Haushaltsplan;
  • entlastet den Vorstand;
  • bestimmt mindestens zwei Personen zur Kassenprüfung, die volljährig sein müssen sowie nicht dem Vorstand angehören oder mit diesem verwand sein dürfen und nicht die letzte Kassenprüfung vorgenommen haben – mit einer 2/3-Mehrheit kann von den vorgenannten Ausnahmen abgewichen werden, sofern keine geeignete neue Person zur Kassenprüfung vorhanden ist;
  • entscheidet über eingebrachte Anträge der Mitglieder und dessen Umsetzung.

§5.1.5 – Protokoll

Über die Mitgliederversammlung ist von der schriftführenden Person ein Protokoll anzufertigen, welches vom leitenden Vorstand gegengezeichnet wird und anschließend allen Mitgliedern schriftlich per eMail zugeht.

§5.2 – Vorstand

§5.2.1 – Mitglieder

Der Vereinsvorstand besteht aus 4 Mitgliedern, der sich wie folgt zusammensetzt:

  • Vorstand Leitung (CEO)
  • Vorstand Stellvertretung (COO)
  • Vorstand Administration (CAO)
  • Vorstand Finanzen (CFO)

Die in Klammern stehenden Abkürzungen haben keine rechtlich relevanten Bedeutungen, sondern stellen eine rein informative Bezeichnung dar, die die Vereinsverwaltung vereinfachen soll.

§5.2.2 – Aufgaben der Vorstandspositionen

§5.2.2.1 – Vorstand Leitung (CEO)

Der leitende Vorstand vertritt den gesamten Verein nach außen und nimmt alle diesbezüglichen Verantwortungen war. Bis der Vorstand oder die Mitgliederversammlung eine anderweitige Entscheidung trifft, ist die Vorstandsleitung alleinvertretungsberechtig.

Bei Pressemitteilungen und Veröffentlichungen wird der leitende Vorstand als „V. i. S. d. P.“ geführt.

§5.2.2.2 – Vorstand Stellvertretung (COO)

Der stellvertretende Vorstand unterstützt den leitenden Vorstand in allen Belangen, ist erster Kontakt nach dem leitenden Vorstand und vertritt die Interessen des Vereins nach außen. Weiterhin fertigt der stellvertretende Vorstand alle notwendigen Protokolle an und koordiniert öffentliche Auftritte und Veranstaltungen des Vereins.

§5.2.2.3 – Vorstand Administration (CAO)

Der administrative Vorstand zeigt sich verantwortlich für die Internetpräsenz des Vereins und dient als erster Kontakt in Bezug auf alle diesbezüglichen Informationspflichten insbesondere dem Datenschutz. Ferner obliegt dem administrativen Vorstand die Aufgabe aller informationstechnischen Belange, die zur Wahrnehmung der Vereinsverwaltung notwendig sind.

§5.2.2.4 – Vorstand Finanzen (CFO)

Der finanzielle Vorstand betreut die finanziellen Verwaltungsaufgaben, koordiniert die Finanzen des Vereins und ist Kontaktperson für diese. Ferner besteht eine Alleinvertretungsbefugnis, um die Wahrung der Gemeinnützigkeit sicherzustellen.

§5.2.2.5 – Details

Details zwischen der Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstands legt eine separate Vorstandsvereinbarung oder eine Geschäftsordnung fest, sofern diese vom Vorstand als erforderlich angesehen wird.

§5.2.3 – Aufgaben des Vorstandes

§5.2.3.1 – Mitglieder

Der Vorstand ist der Mitgliederversammlung gegenüber verantwortlich.

§5.2.3.2 – Laufende Geschäfte

Der leitende Vorstand verantwortet die laufenden Geschäfte des Vereins und leitet die Mitgliederversammlung, sofern dieses nicht im Vorfelde mit einer einfachen Mehrheit durch den Vorstand anderweitig beschlossen oder jemand anderes aus dem Vorstand mit dieser Aufgabe betreut wurde.

§5.2.3.3 – Entscheidungshoheit

Der Vorstand entscheidet über alle Fragen des Vereins, die nicht in der Entscheidung der Mitgliederversammlung liegen. Dieses betrifft insbesondere administrative, organisatorische und verwaltungstechnische Fragen. Fragen und Entscheidungen über die Finanzen des Vereins obliegen grundsätzlich dem Vereinsvorstand, der hierbei mit einer einfachen Mehrheit entscheidet.

Innerhalb des jeweiligen Aufgabengebietes agiert das zuständige Vorstandsmitglied bei internen Entscheidungen selbständig, sofern hiervon keine anderen Vorstandsmitglieder betroffen sind.

§5.2.3.4 – Zeitliche Relevanz

Wenn eine Entscheidung des gesamten Vorstandes oder der Mitgliederversammlung aus zeitlichen Gründen nicht rechtzeitig eingeholt werden kann, so kann der leitende Vorstand nach Einwilligung mindestens eines anderen Vorstandmitglieds bei wichtigen oder auch grundsätzlichen Entscheidungen mit zeitlicher Relevanz eine bindende Erklärung abgeben. Hierüber ist die Mitgliederversammlung nachträglich zu informieren.

§5.2.3.5 – Meinungsäußerungen

Meinungsäußerungen des Vereins erfolgen durch den leitenden Vorstand, der dieses delegieren darf. Unabhängig davon müssen mindestens zwei Mitglieder des Vorstandes, unabhängig von ihrer sonstigen Zuständigkeit, diesem zugestimmt haben.

§5.2.3.6 – Rechtlich

Der Vereinsvorstand im Sinne des §26 BGB ist der hier beschriebene Vorstand, wobei der leitende Vorstand einzeln oder je zwei andere Mitglieder des Vorstandes den Verein gemeinsam nach außen vertreten. Der leitende Vorstand ist befugt alle rechtlichen Schritte zur Wahrung der Vereinsinteressen allein wahrzunehmen. Weiterhin ist der Erwerb von Markenrechten, die Vergabe von Lizenzen und die Nutzung derer zur Mehrung des Vereinsvermögens zulässig.

§5.2.3.7 – Drittmittel

Zur Erreichung der Vereinsziele und zur Mehrung des Vereinsvermögens ist der Vorstand dazu aufgefordert Drittmittel einzuwerben, insbesondere Spenden und Fördergelder.

§5.2.3.8 – Ehrenamt

Der Vorstand handelt ehrenamtlich und erhält für seine Tätigkeiten keine Vergütung aus dem Vereinsvermögen. Im Interesse des Vereins verauslagte Kosten werden nach Nachweis erstattet.

§5.2.4 – Abberufung und Ausschluss

Der Vereinsvorstand kann ein Mitglied des Vorstandes mit einer 2/3-Mehrheit seines Amtes entheben und aus dem Verein ausschließen, wenn diesem ein Verhalten nachgewiesen wird, welches geeignet ist, den Verein zu schädigen (sowohl materiell als auch immateriell) vorgeworfen und nachgewiesen werden kann. Gleiches gilt, wenn das Vorstandsmitglied gegen die Satzung verstößt oder aber vereinsschädigendes Verhalten abzusehen ist bzw. die Absicht zu solchem Verhalten geäußert wird. Gleiches gilt für außerhalb wie innerhalb des Vereines begangene, beabsichtigte oder angedrohte Straftaten bzw. Handlungen mit strafrechtlich relevantem Inhalt.

Gegen die Abberufung und den Ausschluss kann das betroffene Mitglied des Vorstandes binnen acht Kalendertagen nach Zugang des Endhebungsbescheides schriftlich (per Brief, Fax oder eMail) Beschwerde einlegen. In diesem Fall entscheidet die Mitgliederversammlung endgültig hierüber. Das Amt der betroffenen Person ruht mindestens bis zu dieser Mitgliederversammlung.

Um den Vorstand handlungsfähig zu halten ist dieser befugt die Position des betroffenen Mitglieds kommissarisch aus den Reihen der Mitglieder neu zu besetzen. Die Mitgliederversammlung entscheidet endgültig über die Neubesetzung, wenn die Abberufung bzw. der Ausschluss durch diese bestätigt wird.

§5.2.5 – Tagungen

Der Vorstand tritt auf Einladung des leitenden Vorstands binnen 8 Kalendertagen zusammen. Auf schriftlichen Antrag mindestens zweier Vorstände können diese die Einberufung des Vorstandes durch den leitenden Vorstand erzwingen.

§5.2.6 – Protokoll

Über die einberufenen Vorstandstagungen ist ein Protokoll anzufertigen, das vom leitenden Vorstand gegengezeichnet wird und anschließend allen Vorstandsmitgliedern schriftlich per eMail zugeht.

§5.2.7 – Abstimmungen

Die Abstimmungen im Vorstand erfolgen immer auf Basis der Anzahl der absoluten Vorstandsmitglieder. Bei einer Stimmengleichheit (Patt) zählt die Stimme des leitenden Vorstands doppelt, um ein Abstimmungsergebnis zu erhalten.

§5.3 – Geschäftsführung

§5.3.1 – Ernennung

Zur Wahrung der Vereinsinteressen obliegt es dem Vorstand mit 2/3-Mehrheit eine oder mehrere geschäftsführende Personen für den Verein zu bestellen. Die Ernennung erfolgt über einen rechtsgültigen Vertrag.

§5.3.2 – Aufgaben

Die Aufgaben werden in dem rechtsgültigen Vertrag geregelt. Ferner obliegt die Geschäftsführung den Anweisungen des Vorstands.

§5.3.3 – Mitgliedschaft

Spätestens zum Beginn der Tätigkeit als geschäftsführende Person muss diese als reguläres Mitglied dem Verein angehören, darf zeitgleich aber keine Position des Vorstands innehaben oder mit der Kassenprüfung betraut sein. Die Mitgliedschaft ist während der gesamten Dauer als geschäftsführende Person beizubehalten.

§5.3.4 – Vergütung

Alle Auslagen, die bei Durchführung der Tätigkeit als geschäftsführende Person anfallen, werden vom Verein auf Nachweis erstattet. Eine etwaige regelmäßige Vergütung muss vom Vorstand mit einer 2/3-Mehrheit beschlossen und der Mitgliederversammlung bekannt gegeben werden.

§5.3.5 – Abberufung und Kündigung

Die Abberufung und Kündigungsbedingungen sind Inhalt des rechtsgültigen Vertrages und werden dementsprechend dort geregelt.

§6 – Beiträge

§6.1 – Beitragsordnung

Die Beitragsordnung wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt und regelt die Arten der Mitgliedschaft.

§6.2 – Beitrag

Die Höhe des fälligen Mitgliedbeitrags pro Art der Mitgliedschaft, dessen Zahlungsmodalitäten und dessen Zeitraum regelt die Beitragsordnung.

§6.3 – Spenden

Den Mitgliedern steht es frei, einen zusätzlichen ggf. zweckgebundenen Betrag als Spende zu zahlen. Bei Gemeinnützigkeit wird hierüber eine entsprechende Spendenbescheinigung ausgestellt.

§6.4 – Vetorecht des Vorstands

Bezüglich der Beitragsgestaltung steht dem Vorstand mit 2/3-Mehrheit ein Vetorecht zu, da hier finanzielle Zusammenhänge zu beachten sind, die für den Verein von wesentlicher Bedeutung sein können.

§6.5 – Gültigkeit

Die Beitragsordnung kann nicht eingezogen werden und ist Bestandteil der Satzung, wodurch sie den gleichen Bedingungen zur Änderung unterliegt wie diese Satzung selbst. Durch die Gültigkeit der Satzung erlangt die Beitragsordnung automatische Gültigkeit.

§7 – Finanzierung

§7.1 – Allgemeine Finanzierung

Die allgemeine Finanzierung zur Durchführung der Vereinsaufgaben wird durch die Einnahme von

  • Mitgliedsbeiträgen
  • Einwerbung von Drittmitteln
  • Spenden

sichergestellt.

§7.2 – Bürgschaften

Es ist dem Verein untersagt Bürgschaften jedweder Form zu übernehmen.

§8 – Haftung

§8.1 – Haftung der Mitglieder

Die Haftung der Vereinsmitglieder ist auf das Vereinsvermögen beschränkt.

§8.2 – Haftung des Vorstands

Bei grob fahrlässigem Umgang zu Lasten des Vereinsvermögens haftet das handelnde Vorstandsmitglied persönlich.

§8.3 – Verpflichtungen

Verpflichtungen dürfen vom Vorstand nur dann eingegangen werden, wenn die entsprechenden Mittel vorhanden sind und diese dem Vereinszweck dienen.

§9 – Beteiligungen

Finanzielle und materielle Beteiligungen an Dritten sind dem Verein nur dann gestattet, wenn sich hieraus positive Aspekte für die Vereinsarbeit und die Vereinsentwicklung ergeben sowie eine Mehrung des Vereinsvermögens nicht ausgeschlossen ist. Hierüber entscheidet der Vorstand einstimmig. Die Beteiligung an sich, die Dauer und die Gründe hierzu sind den Vereinsmitgliedern im Anschluss kurzfristig mitzuteilen.

§10 – Satzungsänderung

§10.1 – Zeitlicher Vorlauf

Änderungen dieser Satzung und deren Bestandteile können nur beschlossen werden, wenn der Antrag auf Änderung mindestens 14 Kalendertage vor dem Beschlusszeitpunkt erfolgt und allen Mitgliedern im Wortlaut schriftlich (per Brief, Fax oder eMail) zugegangen ist.

§10.2 – Erforderliche Mehrheit

Für die Satzungsänderung und deren Bestandteile ist eine Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder auf der Mitgliederversammlung erforderlich.

§10.3 – Sonderkündigungsrecht

Ein Sonderkündigungsrecht der Vereinsmitgliedschaft auf Grund einer durch die Mitgliederversammlung abgelehnten oder beschlossenen Satzungsänderung ist ausgeschlossen. Als einmalige Ausnahme ist hier die Begründung zugelassen, die sich aus der Änderung der Vereinsziele ergeben, die auch durch die Namensänderung des Vereins von „Pro Airport Lübeck“ auf den in §1.1 genannten unterlegt sind und sofern die Mitgliederversammlung den beschriebenen Veränderungen des Vereins zugestimmt hat.

§11 – Auflösung des Vereins

§11.1 – Durch die Mitgliederversammlung

Die Auflösung des Vereins kann nur durch einen Mehrheitsbeschluss von 4/5 der anwesenden Mitglieder auf einer Mitgliederversammlung erfolgen. Hierbei ist eine verlängerte Ladungsfrist von 28 Kalendertagen einzuhalten.

§11.2 – Durch den Vorstand

Erscheinen neben dem Vorstand keine Mitglieder zu dieser Mitgliederversammlung, so kann der Vorstand mit 2/3-Mehrheit den Verein taggleich auflösen.

§11.3 – Gemeinnützigkeit

Ein Wegfall gemeinnütziger (steuerbegünstigter) Zwecke ist kein automatischer Auflösungsgrund für den Verein.

§11.4 – Ansprüche

Die Mitglieder haben im Falle der Vereinsauflösung keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

§11.5 – Liquidator

Im Falle der Auflösung des Vereins wählt die Mitgliederversammlung nach dem Auflösungsbeschluss mit einfacher Mehrheit zwei Liquidatoren aus den Reihen des Vorstandes.

§12 – Schlussbestimmungen

§12.1 – Gültigkeit

Diese Satzung tritt am Tage ihrer Verabschiedung (26. Juni 2019) in Kraft.

§12.2 – Befugnis

Der leitende Vorstand wird ermächtigt die gegebenenfalls vom Amtsgericht Lübeck für die Eintragung geforderten Änderungen an der Satzung vorzunehmen und wird zeitgleich befugt alle notariellen Anforderungen zu regeln.

§12.3 – Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Satzung unwirksam oder undurchführbar sein oder nach Satzungsbeschluss unwirksam oder undurchführbar werden, bleibt davon die Wirksamkeit der Satzung im Übrigen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der Zielsetzung des Vereins am nächsten kommen, die die Mitgliederversammlung mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung verfolgt hat. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend für den Fall, dass sich die Satzung als lückenhaft erweist.